Sonntag, 1. Januar 2012

2012

Eine der unangenehmsten & ärgerlichsten Sachen auf der Welt ist zweifelsfrei, wenn man eine Sache nie erfahren wird; und stattdessen nur in Gedanken eine realitätsferne Geschichte erdacht werden kann.
"Noch zwei Wagen kamen, die wir zur Strecke brachten. Dann blieb die Straße leer, die Nachricht von ihrer Gefährlichkeit schien sich verbreitet zu haben. Wir hatten Zeit, die schöne Aussicht zu betrachten. Jenseits des Sees lag eine kleine Stadt in der Tiefe, dort stieg Rauch auf, und bald sahen wir, wie das Feuer von Dach zu Dach lief. Man hörte auch schießen. Dora weinte ein wenig, ich streichelte ihr die nassen Wangen. 'Müssen wir denn alle sterben?' fragte sie. Niemand gab Antwort."



Das alte Jahr 2011 ist vorbei, das Neue - 2012 - hat begonnen.

Viele meiner Wünsche haben sich letztes Jahr erfüllt, teilweise aber schon im gleichen Jahr wieder selbst zunichte gemacht.

Viele Träume wurden geträumt & meistens war ich froh, aus ihnen aufgewacht zu sein. Nur manchmal blieb beim Aufwachen ein Gefühl von Reue übrig; ab und an auch ein Rat, der vielleicht gut gemeint war, was ich aber nicht herausfinden konnte, da ich zu feige war, den Fehler, den ich im Traum begangen hatte, in der Realität zu vermeiden.

Ich bin froh, mit meiner Seminararbeit das Thema "Glück" behandelt zu haben, da es gar nicht so verkehrt gewesen zu sein scheint, sich solch intensive Gedanken zu diesem Thema zu machen. Irgendwann werde ich es vielleicht komplett verstanden haben.

Ich hatte mit Menschen zu tun, die mir gezeigt haben, wie sich Glück anfühlt; wie sich das Glück anfühlt, im Moment leben zu können und alle doofen Gedanken währenddessen zu vergessen. Ich hoffe, noch öfter in meinem Leben auf solche Menschen treffen zu können.

Ich habe gelernt, dass man manchmal die Zeit nicht zurückdrehen wollen sollte, um Beziehungen zu retten oder um etwas anders machen zu können. Ich denke, etwas, was im Ansatz nicht funktioniert, kann man nicht dadurch retten, dass man mit dem Korrekturstift darüber geht.

Ich sollte für die Zukunft lernen, das Leben hinsichtlich meiner Erwartungen bzw. Hoffnungen lockerer zu sehen: Man kann davon sonst eigentlich nur enttäuscht werden, da Erwartungen meistens eh nicht so erfüllt werden, wie man es sich erwartet hat.

Ich hoffe, im neuen Jahr wird alles gut.
Ich hoffe, dass die Welt 2012 eine bessere wird.
Ich wünsche mir, dass sie nicht zerbricht; dass keine Welt zerbricht - weder eine persönliche, noch die Umwelt, in der wir alle Leben.

Und das war's dann auch mit pathetischem Rumgeschwafel für dieses Jahr. :D
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

ps: Wer errät, aus welchem Buch die Szene ist, die meine Zeichnung illustrieren soll? ;)

Kommentare:

  1. Ich weiß es. Aus welchem buch die szene ist. Aber ich brauch nicht zu raten. Ich hoffe das alles gut geht für die welt.

    Ein sehr schöner text.

    AntwortenLöschen
  2. Hermann Hesse, "Der Steppenwolf"
    → :-)←

    AntwortenLöschen