Dienstag, 26. Juli 2011

Wahnsinn

Der Hunger steht ihnen im Gesicht;
Sie ziehen ihre Kreise um dich;
Wie Geier ums Aaß; wie Fliegen um ihren Fraß.
Ziehen an dir; und zerren dich zu mir.
Sie haben dich gepackt und lassen dich nicht los.
So, wie sie alles fassen, was nicht fest gewachsen ist.
Sie knabbern dich an, du wehrst dich nicht.
Gehst mit ihnen und kommst doch wieder zurück.
Reist mit ihnen in ferne Länder und bleibst trotzdem teilweise hier.
Ich weiß, irgendwann lassen sie dich los.
Sie lassen dich los und fangen einen anderen, den sie wie dich ständig belagern.
Und am Ende geben sie auf, wenn sie kurz vorm Verhungern stehen;
weil du ihnen nichts geben kannst und nicht mit ihnen agierst und sie stattdessen ignorierst.
Dann werden sie zu Kanibalen und fressen sich gegenseitig, weil kein neues Futter mehr existiert.

Es sind meine Gedanken, die sich gegenseitig fressen.
Neckarwiese - Heidelberg

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